Das Kiesbeet

Sommerhitze im Staudenbeet

Viele der bekannten und beliebten Prachtstauden machen bei den momentanen Temperaturen in diesem Sommer schlapp – allen voran Rittersporn und Phlox. Diese unangefochtenen Stars der traditionellen Staudenrabatte sind auf eine gleichmäßige Wasserversorgung angewiesen, um gesund zu wachsen und üppig zu blühen. Kein Wunder: Delphinium elatum, der wichtigste Kreuzungspartner unserer Gartenritterspornsorten, wächst wild in kühleren, niederschlagsreichen Bergregionen Europas und Asiens.Phlox paniculata, die Urform unserer duftenden, großblumigen Phloxsorten kommt in den regenreichen Niederungen des Ohioflusses in Nordamerika wild vor. Diese Feuchtigkeitsliebe ist auch den Zuchtsorten eigen; sie gedeihen besonders gut in kühleren Regionen mit hohen Niederschlägen. Ein eher lichtschattiger Platz im Garten mit nährstoffreichem lehmigem Boden sagt ihnen besonders zu.
Doch bei den in Zukunft immer wärmer werdenden Sommern kann man durchaus alternative Bepflanzungen wie das Kiesbeet für den Garten in Betracht ziehen.

Linum perenne - ein Trockenkünstler (Foto: Marta Jonina/shutterstock.com)

Linum perenne – ein Trockenkünstler (Foto: Marta Jonina/shutterstock.com)

Das Kiesbeet

In Regionen mit langen heißen Sommern und niederschlagsreichen Wintern bieten sich für sonnenexponierte Standorte Kies- oder Schotterbeete an. Hier finden Trockenkünstler ein Zuhause, die steinige, gut dränierte und belüftete Böden zum Wachsen brauchen. Sie vertragen keine Staunässe und werden von zu viel Humus und Dünger krank. Im Kiesbeet fließen Niederschläge rasch ab, sodass die Wurzeln auch in nassen Wintern immer wieder abtrocknen können. Das ist für manche

wärmeliebenden Stauden wichtig, denen die Winternässe bald mehr schadet als der

Frost.Das Regenwasser wird auch im Sommer rasch abfließen, das steinige Material bleibt aber vor allem in tieferen Schichten feucht und auch kühl. In den groben Poren zwischen den Steinchen steht den Wurzeln jede Menge Luft zum Atmen zur Verfügung – eine unabdingbare Voraussetzung für gutes Gedeihen.

Aufbau

Der vorhandene nährstoffreiche und verunkrautete Oberboden wird für das Kiesbeet 20 bis 30 cm tief abgetragen und durch Kies oder Schotter ersetzt. Lockern Sie den Unterboden zuvor gründlich, um guten Wasserabzug sicherzustellen. Das Steinmaterial sollte aus der Umgebung kommen, nur so wird ein möglichst natürlicher Charakter des Beets erreicht.
Es wird nur in der Anwachsphase gegossen und mit Ausnahme der Blumenzwiebeln nicht gedüngt. Die Pflege beschränkt sich auf gelegentliches Unkrautjäten und jährlichen Rückschnitt.

Staudenempfehlungen für sonnige Kiesbeete

Achillea clypeolata Niedrige Schafgarbe,  ‘Moonshine’
Agastache rugosa, Duftnessel (Berminze) ‘Blue Fortune’ Duftnessel (Bergminze)
Calamintha nepeta subsp. nepeta, Steinquendel
Euphorbia seguieriana subsp. niciciana, Steppenwolfsmilch
Gaura lindheimeri, Prachtkerze
Helianthemum-Hybriden, Sonnenröschen
Helictotrichon sempervirens, Blaustrahlhafer
Hyssopus officinalis, Ysop
Lavandula angustifolia, Lavendel
Linum perenne, Staudenlein
Panicum virgatum, Rutenhirse, ‘Heavy Metal’
Salvia nemorosa, Steppensalbei, ‘Caradonna’
Thymus longifolius, Thymian

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Category: Aktuelles, Ziergarten

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