Mit Schafwolle düngen

Schafwolle. Foto © ymgerman, shutterstock.comNeuer Dünger: Was ist dran an Dünger aus Schafwolle?

Schafwolle als Dünger? Das ist doch ein Witz, oder? Nein, Untersuchungen verschiedener Institute zufolge steckt in der noch verdreckten Wolle von Schafen vor allem Stickstoff (10–12 %) und Kalium (5 %), dagegen kaum Phosphat. Für unsere mit Phosphat oftmals überdüngten Gärten ist das eine gute Nachricht.

Wer allerdings nicht gerade einen Schäfer „um die Ecke“ hat, um sich Schafwolle zu besorgen, der kann spezielle Schafwollpellets kaufen. Die gibt’s im Internethandel und auch in Gärtnereien und Gartencentern von einigen Anbietern.

 

Das sagt die Forschung dazu

Laut einer dreijährigen Untersuchung an der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim entfalten Schafwollpellets ihre Wirkung vor allem in Kulturen, die 10 bis 14 Wochen Wachstumszeit haben. Zuckermais, aber auch Topfgemüse wie Tomaten und Paprika haben gute Ergebnisse gebracht. Petersilie und Kohlrabi konnten anscheinend nichts mit den Nährstoffen aus der Schafwolle anfangen, jedenfalls haben sie vergleichsweise weniger Ertrag gebracht. Auch die Humboldt-Universität zu Berlin hat ähnliche Ergebnisse ermittelt.

 

Ausprobieren ist angesagt

Da hilft wohl nichts, es muss ausprobiert werden. Eine gute Idee ist aber auf jeden Fall: Dreckige Schafwolle zum Mulchen zu verwenden, und zwar überall da wo der Boden kahl ist, zum Beispiel zwischen Tomaten oder Kartoffeln. Den Duft nach Schafen bekommt man dann gratis mit dazu. Empfehlungen zufolge ist Schafwolle auch ein sehr gutes Füllmaterial für Hochbeete.

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Category: Pflanzenpflege

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